Die Buchmesse…

…war in Frankfurt. Ich habe die Buchmesse ab 9h zum ersten Mal betreten. Bisher kenne ich die Musikmesse und die IAA (die für Messe-Hostessen die schlimmste ist).
Die Buchmesse krankt an einem banalen Fehler: Man kann sich mit den Büchern, die ja den Grund für die Messe darstellen, nicht auseinandersetzen. Zwar stehen sie überall aufgereiht und warten darauf, aufgeschlagen zu werden, aber diese Muse ist einfach nicht drin - ab halb zwölf kann man die Messe nur noch verlassen, da ist sie praktisch gelesen (um diese Fußballwahrheit zum Besten zu geben). Es wabt, flutet und wogt die Menge durch die Gänge, es gibt kein Entrinnen (vorallem nicht vor diesen ganzen Mangaverkleideten!).
Bei 3sat saß ich auf unter den Zuschauern, als Rüdiger Safranski live übertragen wurde, Harry Rowohlt sah sich im tpyischen KarlMarxlookalike die ganze Sache aus der Entfernung an - mit einem ironischen Lächeln um die Lippen.
Irgendwann fiel mir auf, dass beim Suhrkamp-Verlag nur Anzugträger drängelten, bis ich deren Knopf im Ohr sah: Richard von Weizäcker war drei Meter vor mir. Ehrwürdig.
Die Frage ist nicht, ob ich die Buchmesse gesehen habe, sondern welche Bücher es bei mir in den letzten zwei Monaten in meine persönliche Shortlist geschafft haben:
1. Clemens Meyer - Als wir träumten - absolut gutes Buch
2. Terence Blaker - Boy2Girl - taugt ewig für die Schule, Klassen 6-8.
3. Martin Reichert - Wenn ich mal groß bin - Das Lebensabschnittbuch für die Generation Umhängetasche - wow, genau das Richtige für mein Alter
4. Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt - keine Frage, gutes Buch, aber irgendetwas hat mir daran gefehlt…
Als nächstes wage ich mich mal, wenn ich Zeit habe, an Uwe Tellkamps “Der Turm“, soll schwere Kost sein…Und neben meinem Bett liegt Franziska Gerstenbergs “Solche Geschenke“.

18 / Oktober / 2009  Leben, Buch 

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